Die Ikone aus Nischni-Nowgorod

Alexej Mischin kommt zum HSV-Jubiläum

1980 war es, der Kalte Krieg war nach dem Olympiaboykott der westlichen Staaten im selben Jahr gerade besonders kalt, da wartete Eishockey-Oberligist Hamburger SV mit einer schier unglaublichen Meldung auf: zum ersten Mal sollte ein sowjetischer Crack ganz offiziell in einer Liga der „anderen Seite“ zum Einsatz kommen. Alexej Mischin hieß er, ein 33jähriger Stürmer vom sibirischen Topklub Torpedo Gorki (die Stadt nahm nach Ende der Sowjetära wieder ihren historischen Namen Nischni-Nowgorod an). Nie zuvor oder danach hatte das Eishockey im HSV eine derartige internationale Öffentlichkeit wie in jenen Tagen.

Und Mischin hielt was er versprach – er katapultierte das Niveau der Mannschaft auf ein ganz neues Level. Daß er ganz nebenbei auch ein Pfundskerl war erleichterte die ganze Sache ungemein – und sorgte dafür, daß er bis heute seinen Status als Eishockeyikone behalten hat.

Da wirkt es fast wie selbstverständlich, daß Mischin zum 50jährigen Jubiläum vorbeischaut und beim Legendenspiel am 20.10. mit auflaufen wird. Dabei war die Organisation seines Ausflugs in die Vergangenheit keine einfache Aufgabe – fast wie damals im Jahre 1980.

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