Ein Spiegelbild der Saison

Sieg und Niederlage für den Hamburger SV zum Abschluß der Verzahnungsrunde

Für das Regionalligateam des HSV ist seit Sonntagabend die Saison beendet – nach einem finalen Spielwochenende, das wie eine Zusammenfassung der Höhen und Tiefen der vergangenen Monate wirkte: mit kleinem Kader irgendwie erfolgreich – aber mit dem Gefühl, daß mehr drin gewesen wäre. Die freitägliche Partie ist schnell erzählt: Gegner Salzgitter Icefighters kam mit einem kleinen Kader nach Stellingen, der von Beginn an unter Druck geriet. Im letzten Drittel zogen die Rautenträger dann auch vom Ergebnis her davon, am Ende hieß es 6:0 (1:0,1:0,4:0). Das Sonntagsmatch gegen Gruppensieger und Ostmeister Wölfe Schönheide sah da schon anders aus: die Sachsen spielten konzentriert und abgezockt, der HSV hielt engagiert dagegen. Nach dem zweiten Drittel war noch alles möglich – doch im Schlußabschnitt fehlte bei nur 11 Feldspielern dann doch die Kraft, zudem waren die Wölfe im Überzahlspiel bei einer 100%-Quote gnadenlos effizient. So lautete das Schlußresultat schließlich 4:7 (0:2,4:3,0:2) – durchaus ordentlich aus HSV-Sicht, aber eben auch nicht mehr. Der (zu) kleine Kader – am Ende das beherrschende Thema in Stellingen. Während die ersten zwei Saisondrittel mit Platz 2 in der Nordgruppe und dem souveränen Nordpokalsieg durchweg erfreulich verliefen sah sich das Team um Kapitän Marcel Schlode ab Ende Januar personell weiter aufgerüsteten Gegnern gegenüber, hielt aber selbst an seiner Null-Kontingentspieler-Idee fest. Was die Nachhaltigkeit sicherlich förderte – aber im Wettbewerb der Verzahnungsrunde zum Bumerang wurde: der Kader war am Ende zu klein. Das Diskussionsthema für die Sommerpause ist also bereits gefunden: Kontingentspieler ja oder nein? Wenn von Seiten der Durchführungsbestimmungen der „Aufrüstung“ keine Grenzen gesetzt werden dürfte der Druck auf die Verantwortlichen in Stellingen nicht eben kleiner werden.

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