Zu früh in die Sommerpause

Es hat nicht sollen sein: durch ein 2:3 n.V. im entscheidenden fünften Playoffspiel gegen den Adendorfer EC scheidet die Regionalligamannschaft des Hamburger SV aus der diesjährigen Endrunde aus und muß ausgerechnet an den winterlichsten Tagen des Jahres den Weg in die Sommerpause antreten.

Den grippegeplagten Rautenträgern standen am Freitagabend zumindest auf dem Papier wieder alle Leistungsträger zur Verfügung, trotzdem begann der AEC – beflügelt von den beiden Siegen am vergangenen Wochenende – sehr selbstbewußt. Der HSV kam nur langsam in die Partie und nutzte vor allem mehrere Überzahlspiele nicht. Das sollte sich rächen: nach torlosem ersten Drittel nutzte Adendorf gleich die erste eigene Powerplaysituation zur Führung. Jannik Höffgen gelang postwendend jedoch der Ausgleich. Als Pascal Heitmann wenig später sogar die Führung gelang schien alles einen guten Weg zu nehmen, nur: der HSV vergaß es, nachzulegen – Adendorf blieb im Spiel. So kam es, wie es vielleicht kommen mußte: mit zunehmender Spieldauer machten sich die Auswirkungen der Grippewelle dann doch bemerkbar, Adendorf glich Mitte des letzten Drittels aus und erzielte nach ebenso dramatischen wie quälenden zehn Verlängerungsminuten schließlich den Siegtreffer.

Für den HSV endet damit eine etwas skurrile Saison früher als erwartet: gegen den Halbfinalgegner Adendorfer EC gab es in kaum fünf Monaten zehn (!) Duelle – eine Konstellation, die kaum noch zu vermitteln ist. Erfreulicherweise wurden am vergangenen Wochenende die Weichen gestellt, die unhaltbar gewordene Ligensituation aufzulösen: durch die Verzahnung mit der Regionalliga Ost wird es zu einer breiter aufgestellten Spielklasse mit höherem Niveau kommen. Die noch laufende Saison wird dabei zukünftig hoffentlich als eine Art „Übergangsspielzeit“ gesehen werden können – eine Spielzeit, aus der HSV trotz alledem viel zu früh ausgeschieden ist.

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