Ein echtes Spitzenspiel

Es war angerichtet am Freitagabend: Topspiel der Eishockey-Regionalliga Nord zwischen den gastgebenden Weser Stars aus Bremen und dem Hamburger SV – und die Partie bot genau die Dramatik, die sich ein Publikum für einen derartigen Showdown wünscht. Der HSV mußte verletzungsbedingt auf mehrere Leistungsträger verzichten, ging aber trotzdem selbstbewußt in die Partie. Die Führung durch Chris Rapprich egalisierten die Weser Stars jedoch postwendend. Topscorer Pascal Heitmann brachte den HSV jedoch kurz vor Drittelende erneut in Front. Beflügelt von diesem Treffer baute der HSV in den zweiten 20 Minuten den Vorsprung auf 4:1 aus. Der zweite Bremer Treffer zum 2:4 wurde kurz vor der Pausensirene erneut gekontert, so daß die Rautenträger die letzte Periode mit einem eigentlich beruhigenden 5:2-Vorsprung angehen konnten. Eigentlich. Lag es an vielleicht doch etwas nachlassender Konzentration – die Bremer fanden zurück ins Spiel und so kam es, wie es irgendwie kommen mußte: eine Sekunde (!) vor Schluß gelang den Weser Stars der umjubelte Ausgleich. Spitzenmannschaften zeichnen sich in solchen Situationen dadurch aus, daß sie stehenbleiben und nicht einknicken. Der HSV blieb stehen – und nach der torlosen Verlängerung sorgte Robin Richter mit seinem verwandelten Penalty für den Zusatzpunkt zum 5:6 n.P: und die alleinige Tabellenführung.

Die Erkenntnis der Partie: auch in einer 5er-Liga kann es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben: der HSV und die Weser Stars spielen qualitativ in einer eigenen Liga, die anderen drei Teams folgen mit erkennbaren Abstand dahinter.

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