Verkehrte Welt beim HSV

Vier Punkte aus zwei Auswärtsspielen, dazu mit einem Minikader – ein durchaus erfolgreiches Wochenende für die Regionalligamannschaft des Hamburger SV. Erstaunlich aber, daß gegen den stärkeren Gegner drei Punkte heraussprangen, gegen den nominell schwächeren Konkurrenten jedoch Punkte liegengelassen wurden.

Am Freitag ging es zunächst nach Langenhagen zur 1b-Vertretung der Hannover Scorpions, trotz diverser personeller Engpässe sollte mit einem Erfolg die Playoffqualifikation endgültig sichergestellt werden. Zu Beginn des letzten Drittels lag die Mannschaft nach durchwachsener Vorstellung aber plötzlich 2:4 im Hintertreffen – mit einer Energieleistung wurde das Spiel jedoch gedreht, nach Pascal Heitmanns Treffer zum 5:4 in der Schlußminute schien das Spiel gelaufen. Bezeichnend für den eher gebrauchten Abend: kaum eine halbe Minute  später wurde der erneute Ausgleich zugelassen, der Zusatzpunkt blieb nach torloser Verlängerung im Penaltyschießen dann auch in Langenhagen. Immerhin wurde durch den einen gewonnen Punkt beim 5:6 (1:1,1:2,3:3,0:1) n.P: der Gegner nicht für einen Endspurt um den Playoffplatz aufgebaut und der Abstand halbwegs gewahrt.

Derartige Gedankenspiele sind allerdings seit Sonntagabend ohnehin obsolet – der HSV nahm etwas überraschend drei Punkte aus Salzgitter mit zurück nach Hamburg! Kaum mehr als zwei Blöcke standen Coach Chapin Landvogt noch zur Verfügung, dazu mußte wie bereits am Freitag der sich eigentlich noch im Aufbautraining befindliche Daniel Bethe zwischen die Pfosten. Ein Schönheitspreis war unter diesen Voraussetzungen ohnehin nicht zu gewinnen, stattdessen sollten taktische Disziplin und konsequentes Defensivverhalten den Erfolg bringen. Und die Mannschaft setzte die Marschroute erfolgreich um: Daniel Bethe hielt wie in guten alten Oberligazeiten, die Defensivabteilung nahm die beiden bärenstarken Kontingentspieler der Icefighters aus dem Spiel. Der Führungstreffer durch Pascal Heitmann hielt bis sieben Minuten vor der Schlußsirene, der Ausgleich der Salzgitteraner wurde durch Robin Richters Treffer zum perfekten Zeitpunkt eine Minute vor Ultimo gekontert.  Dieses Mal gelang es auch, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Durch dieses 2:1 (0:0,1:0,1:1) gelingt dem HSV zunächst der Sprung auf Platz 3 der Tabelle, allerletzte Zweifel an der Playoffteilnahme sind endgültig ausgeräumt. In den verbleibenden Vorrundenspielen gilt es jetzt, die Ausgangsposition für die Playoffs möglichst positiv zu gestalten.

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