Eskalation zum Jahresausklang

Die Regionalligamannschaft des Hamburger SV beendet mit einem Sieg das ereignisreiche Jahr 2016: gegen den REV Bremerhaven gab es am Freitagabend ein verdientes 8:5 (3:2,2:1,3:2). Der Arbeitssieg gegen das Schlußlicht der Liga wäre vermutlich unspektakulär abzuhaken, wäre die Begegnung gegen Ende nicht völlig aus den Fugen geraten.

Beiden Mannschaften stand urlaubs- und verletzungsbedingt nur ein überschaubarer Kader zur Verfügung, der HSV tat sich mit den Ausfällen zunächst schwerer und konnte sich nicht richtig absetzen. Bremerhaven gelang es, mit körperbetonter, teils nickeliger Spielweise das Spiel des HSV nicht richtig zur Entfaltung kommen zu lassen. So dauerte es bis ins letzte Drittel hinein, bis mit zwei Treffern von unseren Jungs zum zwischenzeitlichen 7:3 so etwas wie Sicherheit aufkam. Bremerhaven stellte die Spielweise danach auf komplett unsportlich um, der schon zuvor unsicher wirkende Schiedsrichter Ritter reagierte mit Tatenlosigkeit – vermerkte dafür beim vierten Bremerhavener Treffer Alexander Galwas als Vorlagengeber, der bereits von ihm im ersten Drittel mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt worden war. So schaukelte sich die Atmosphäre weiter hoch, Bremerhaven kassierte eine weitere Spieldauerstrafe und schließlich entlud sich die aufgestaute Spannung in einer zünftigen Massenschlägerei mit der Schlußsirene. Ausgerechnet jetzt versuchte sich der überforderte Referee in Konsequenz und verhängte sechs weitere Spieldauerstrafen, anstatt das Ganze mit 2+2-Minuten-Strafen entspannt abzuhaken. So kann man auch von seinen eigenen Defiziten ablenken.

Fazit: die drei „Pflichtpunkte“ sind für den HSV eingefahren – bei mittlerweile 12 Punkten Vorsprung auf den Nicht-Meisterrunden-Platz 5 kann der Jahreswechsel entspannt angegangen werden.

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