Das Zahnfleisch war zu wenig

Was sich bereits im Freitagsspiel angedeutet hatte, wurde zwei Tage später traurige Gewißheit: der Regionalligamannschaft des Hamburger SV gehen die Spieler aus. Zu den Ausfällen vom Freitag kamen nun auch noch Matyas Kovacs und Robin Richter hinzu. Die Verteidiger Alex Schier und Björn Stichternaht wurden zu Stürmern umfunktioniert, um zahlenmäßig halbwegs akzeptable Sturmreihen aufbieten zu können. Wenn man unter diesen Umständen gegen den aktuellen Meister der Spielklasse bestehen will, muß schon alles passen – und das tat es beim HSV am Sonntag nicht. Goalie Finn Günther erwischte einen äußerst gebrauchten Abend, wurde aber auch immer wieder durch haarsträubende Fehler seiner Vorderleute in Bedrängnis gebracht.

Bereits im ersten Drittel geriet der HSV schnell 0:2 in Rückstand, glich jedoch aus – um dann doch mit einem verdienten Rückstand in die erste Pause zu gehen. Bremen wirkte einfach spritziger und aggressiver als das Team von Chapin Landvogt.

Wer zu Beginn des zweiten Drittels nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich  auf die Wende zum Besseren gehofft hatte, wurde schnell enttäuscht – Bremen zog das Tempo an und auf 3:6 davon. Auch ein Torhüterwechsel brachte nichts mehr, den Rautenträgern fehlten Kraft und Qualität, um das Blatt zu wenden. Am Ende hieß es dann leistungsgerecht 4:8 (2:3,1:3,1:2).

Bleibt zu hoffen, daß sich bis zum nächsten Wochenende die Personallage wieder bessert – für derartige Spiele auf dem berühmten Zahnfleisch fehlt der jungen Mannschaft noch die Robustheit.

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