Mehr Vorbild geht nicht

Mit einem blauen Auge davongekommen ist die Regionalligamannschaft des Hamburger SV am Sonntag bei der 1b-Vertretung der Hannover Scorpions – nach teils dramatischem Spielverlauf blieben die Rautenträger am Ende mit 4:3 nach Verlängerung erfolgreich.

Das Team von Coach Chapin Landvogt mußte in Langenhagen auf Chris Rapprich verzichten und verfiel wohl auch deswegen wieder in alte Muster: viel Überlegenheit, kaum Ausbeute. Immerhin gelangen Mario Behrens und Matyas Kovacs in den ersten beiden Abschnitten jeweils ein Treffer, während die Defensive sicher stand – 2:0 also nach vierzig Spielminuten. Mitte des letzten Drittels folgte dann allerdings der erste HSV-Totalaussetzer der neuen Saison: nach dem Anschlußtreffer der Scorpions ließ die Hamburger Deckung nur 20 Sekunden später den Ausgleich zu, zwei Minuten später folgte sogar der Rückstand. In dieser Phase wurde komplett auf Hühnerhaufentaktik umgestellt.

Unter normalen Umständen ist eine Mannschaft nach einer derartigen Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt eigentlich tot – aber der HSV hat eine Lebensversicherung: Mannschaftskapitän Marcel Schlode. Der Mann kann einfach nicht verlieren und erzielte schließlich eine Sekunde (!!) vor der Schlußsirene den Ausgleich. Schon mal dabei, legte er drei Minuten später das Siegtor nach.

Wer Schlode kennt, weiß: bis mindestens Mittwoch wird er sich über den liegengelassenen Punkt ärgern und während der Trainingseinheiten seinen Mitspielern entsprechend den Kopf waschen. Schließlich stehen am kommenden Wochenende zwei weitere Auswärtsaufgaben an – bei denen man es dringend besser machen sollte.

Tore HSV am Sonntag: Mario Behrens, Kovacs, Schlode (2)

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